Landesprogramm „Sportland Hessen bewegt“
Das ehemalige Hessische Ministerium des Innern und für Sport und der Landessportbund Hessen e. V. haben 2017 das Landesprogramm SPORTLAND HESSEN bewegt auf den Weg gebracht.
Das Programm möchte den Bereich Bewegungsförderung zukunftsorientiert entwickeln. Insbesondere sollen das öffentliche Bewusstsein geschärft, die Angebotsstrukturen ausgebaut, die Qualität der Angebote gesichert und verbessert sowie ein Beitrag zur Vernetzung der zahlreichen gesundheitsfördernden Bemühungen in Hessen geleistet werden.
Lebensphasen, Lebenswelten: die Arbeitskreise und Netzwerke
Bei der Weiterentwicklung des Bereichs Bewegungsförderung in Hessen gilt es, alle drei Lebensphasen vom Kindes- bis ins hohe Lebensalter zu berücksichtigen. Basierend unter anderem auf den Nationalen Empfehlungen für Bewegung- und Bewegungsförderung sollen bedarfsgerechte Modellprojekte und -strategien in den verschiedenen Lebenswelten (z. B. Schule, Betrieb, öffentlicher Raum/Kommune) auf den Weg gebracht werden. Hierfür wurden ressort- und bereichsübergreifende Arbeitskreise ins Leben gerufen.
Ziele und Maßnahmen
Die Programmunterstützung für das Landesprogramm „SPORTLAND HESSEN bewegt“ konzentriert sich auf folgende Ziele und Maßnahmen:
Ausbau der Angebotsstrukturen gemeinsam mit den relevanten Akteuren und Partnern über alle Lebensphasen hinweg und in den unterschiedlichen Settings
- Übersicht und Transparenz zu qualitätsgesicherten Programmen und Projekten auf Bundes- und Landesebene schaffen sowie gute Praxis zur Bewegungsförderung identifizieren und verbreiten
- Pflege einer Online-Projektdatenbank mit Maßnahmen, die von verschiedenen Bereichen der Landesverwaltung und sonstigen Akteuren und Institutionen gefördert werden
- Betreuung der lebensphasenbezogenen Arbeitskreise, in enger Absprache mit dem HMdIS, dem Landessportbund Hessen e. V. sowie der Sportjugend Hessen:
- Strategische Planung der Arbeitskreise
- Leitung und Moderation des Arbeitskreises „Bewegt bleiben“
- Begleitung und Nachverfolgung der in den Arbeitskreisen entwickelten Projektideen gemeinsam mit weiteren Akteuren und mit dem Ziel, möglichst viele der erarbeiteten Ideen und Maßnahmen in die Umsetzung zu bringen
- Unterstützung bei der Einwerbung von Drittmitteln auf Projektebene, unter anderem durch die Pflege einer Online-Datenbank zu Fördermöglichkeiten zum Thema Bewegungsförderung sowie durch die Beratung zu und Verweis auf bestehende Fördermöglichkeiten
Vernetzung bestehender Netzwerke, Akteure und (anstehende) Projekte und Maßnahmen im Sektor Sport und Gesundheit auf örtlicher Ebene sowie auf Landesebene
- Vernetzung von Projekten des Landesprogramms mit bestehenden Akteuren und Angeboten der Gesundheits- bzw. Bewegungsförderung in den jeweiligen Modellregionen
- Vernetzung von Akteuren zum Thema Bewegungsförderung durch die Konzeption und Organisation von landesweiten Veranstaltungen (z. B. Fachtagungen). Hierbei steht die sektorenübergreifende Zusammenarbeit im Fokus.
- Vernetzung von Akteuren zum Thema Bewegungsförderung durch die bestehenden Arbeitskreise
Begleitung von Projektmaßnahmen und Beratung mit dem Ziel der Qualitätssicherung
- Konzeption, Organisation und Durchführung von Qualifizierungsangeboten unter anderem für Bewegungskoordinator*innen
- Konzeptuelle Weiterentwicklung eines Leitfadens für die Arbeit der Bewegungskoordinator*innen
- Organisation und Durchführung von regelmäßigen Austauschtreffen für Bewegungskoordinator*innen mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunktsetzungen
- Einbindung von Forschungsinstituten/Universitäten für die wissenschaftliche Begleitung von Maßnahmen
- Pflege einer Materialsammlung zu Qualitätsinstrumenten, Empfehlungen und Leitfäden für Bewegungsförderung für Fachakteure und Interessierte
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