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SPORTLAND HESSEN bewegt: Netzwerktreffen „Bewegt älter werden“
Bericht zur Veranstaltung vom 25.08.2026

Worum ging es?
Der Frage, wie Bewegungsförderung von älteren Menschen niedrigschwellig und wohnortnah gestaltet werden kann, widmete sich das das Landesprogramm „SPORTLAND HESSEN bewegt“ mit seinem diesjährigen digitalen Netzwerktreffen „Bewegt älter werden“. Aktuelle Entwicklungen auf Landesebene und Praxisbeispiele aus Hessen wurden vorgestellt, ein wichtiger Schwerpunkt lag zudem auf dem Thema Mobilität im Alter und Ansätzen zur Stärkung der Verkehrssicherheit beim Radfahren.
Wer nahm teil?
An der Onlineveranstaltung nahmen knapp 65 Fachpersonen aus unterschiedlichen Bereichen und Regionen Hessens teil. Zu Beginn gaben die Teilnehmenden über das Tool Padlet an, von wo sie zugeschaltet waren.
Inhalte
Entwicklungen auf Landesebene
Referentin: Lena Ondrasch, HAGE
Unterschiedliche Lebenswelten bieten spezifische Rahmenbedingungen für die Umsetzung bewegungsfördernder Maßnahmen. Die neuen digitalen Setting-Seiten auf sportlandhessenbewegt.de bereiten diese Vielfalt strukturiert und praxisnah auf.
Referent: Dipl.-Ing. Bernd Schnabel, Freier Landschaftsarchitekt AKH BDLA und Vertreter der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) des 4. Arbeitskreises „Bewegungsförderung im öffentlichen Raum“ des Landesprogramms SPORTLAND HESSEN bewegt
Bernd Schnabel gab erste Einblicke in den praxisorientierten Handlungsleitfaden „Bewegungsförderung im öffentlichen Raum“, der im Rahmen des gleichnamigen 4. Arbeitskreises des Landesprogramms SPORTLAND HESSEN bewegt erarbeitet wird und 2026 erscheinen soll. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie öffentliche Räume – etwa durch bewegungsanregende Bushaltestellen, Sitzgelegenheiten oder multifunktionale Aufenthaltsorte – insbesondere für ältere Menschen bewegungsförderlich, zugänglich und barrierearm gestaltet werden können.
Referent: Felix Weber, HAGE
Der Beitrag gab einen Einblick in den Impulsgeber Bewegungsförderung (IB), ein digitales Planungstool für die systematische kommunale Bewegungsförderung. Ergänzend wurde das kostenfreie Beratungsangebot der HAGE vorgestellt, das Kommunen bedarfsorientiert bei der Anwendung und Umsetzung begleitet.
Beispiele guter Praxis in Hessen
Referent: Dominic Günther, Bewegungskoordinator, Vogelsbergkreis, Stabsstelle Gremien und politische Steuerung
Der Vogelsbergkreis setzt auf niedrigschwellige Bewegungsangebote für Menschen ab 55 Jahren. Dazu gehören eine Vortragsreihe zu Bewegung im Alter, kostenfreie Pedelec- und E-Bike-Kurse sowie die Bewegungssammelkarte „Wir gehen voran – 1 Tag, 1 Kilometer“.
Umgesetzt werden die Angebote gemeinsam mit Kommunen, Seniorenbeiräten, sozialen Trägern, Sportvereinen, Pflegeeinrichtungen, Kirchengemeinden und weiteren lokalen Partner*innen.
Das Beispiel zeigt, wie niedrigschwellige Angebote und das Zusammenwirken unterschiedlicher kommunaler Strukturen ältere Menschen wohnortnah zu mehr Bewegung und einem sicheren, aktiven Alltag zu motivieren.
Referent: Theodor Hohmann, Koordinator Förderprojekt „Pflegeheim- Mitten im Leben“, Pflegeeinrichtung des Marie-Behre-Haus, Baunatal
Theodor Hohmann stellte ein Praxisbeispiel zur Bewegungsförderung in einer Pflegeeinrichtung vor. Eingebettet ist der Ansatz in das Förderprojekt „Pflegeheim – Mitten im Leben“, bei dem neben der Kooperation und Vernetzung auch Bewegungsförderung von älteren Menschen eine Rolle spielen.
Ein konkreter Ansatz ist die Kooperation zwischen dem Marie-Behre-Haus und dem Turn- und Sportverein (TSV) Guntershausen. Gemeinsam wurde ein Seniorensportangebot entwickelt. Das Beispiel zeigt, wie die Öffnung in den Sozialraum den Bewohnenden vielfältigere Bewegungs- und Begegnungsmöglichkeiten eröffnet und Vereinen zugleich zusätzliche Räume für ihre Angebote bietet.
Auf die Vorstellung der Praxisbeispiele folgte eine Austauschrunde. Besprochen und diskutiert wurden Rückfragen zu den Projekten, Erfahrungen mit der Ansprache von Zielgruppen und der Gestaltung niedrigschwelliger Angebote. Auch das Thema Mobilität wurde aufgegriffen – hier wurden verschiedene Möglichkeiten zur Umsetzung von Fahrradkursen auf kommunaler Ebene aufgegriffen.
Ausführliche Dokumentation des Netzwerkstreffens
Eine ausführliche Dokumentation zu den Entwicklungen auf Landesebene, den Praxisbeispielen aus Hessen, der Diskussion und den Ergänzungen aus dem Plenum finden Sie auf der Website des Landesprogramms SPORTLAND HESSEN bewegt. Bereitgestellt sind alle Präsentationen, Informationen zum Hintergrund der Netzwerke, Hinweise zu Infomaterialien und zu aktuell relevanten Entwicklungen im Themenfeld Bewegungsförderung.
Organisation
Die Programmunterstützung für das Landesprogramm SPORTLAND HESSEN bewegt organisierte die Veranstaltung. Die Programmunterstützung ist bei der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. (HAGE) angesiedelt und wird aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege finanziert.
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