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LRV-Fachforum „Gesund älter werden“: Kommunaler Blick auf pflegende Angehörige

Bericht zur Veranstaltung vom 19.03.2026

24. März 2026
Mit der Veranstaltung „Kommunaler Blick auf pflegende Angehörige“ rückte das Fachforum „Gesund älter werden“ der Landesrahmenvereinbarung (LRV) Prävention die Lebenssituation pflegender Angehöriger in den Fokus. Im Zentrum stand die Frage, wie Kommunen diese wichtige Zielgruppe besser unterstützen können.
Fernrohr mit Häusern in der Linse

Checkliste als Impuls für die kommunale Praxis

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Vorstellung der neu entwickelten Checkliste „Kommunaler Blick: pflegende Angehörige“, die Kommunen dabei unterstützt, ihre bestehenden Strukturen und Angebote systematisch zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Die Checkliste versteht sich als praxisnahes Instrument, um die Situation pflegender Angehöriger im kommunalen Kontext sichtbarer zu machen und Handlungsbedarfe zu identifizieren. Die Checkliste wurde im LRV-Fachforum „Gesund älter werden“ erarbeitet, einem Zusammenschluss von Akteur*innen aus Kommunen, Verwaltung, Gesundheitsförderung, Pflege und Wissenschaft im Rahmen der Landesrahmenvereinbarung Prävention in Hessen.

Die Einblicke aus der kommunalen Praxis waren besonders wertvoll: Die Stadt Wiesbaden berichtete von ihren ersten Erfahrungen mit der Anwendung der Checkliste. Dabei wurden bestehende Defizite sichtbar, zugleich eröffnete das Instrument neue Perspektiven und trug dazu bei, bislang wenig beachtete Aspekte stärker in den Blick zu nehmen. Insgesamt wurde die Checkliste als sensibilisierendes und hilfreiches Instrument für die strukturierte Weiterentwicklung kommunaler Unterstützungsangebote beschrieben.

Austausch und fachliche Einordnung

Ergänzt wurde die Veranstaltung durch einen Fachimpuls der Fach- und Vernetzungsstelle Senioren- und Generationenhilfe zur Situation pflegender Angehöriger. Die Fach- und Vernetzungsstelle ist bei der HAGE im Arbeitsbereich Gesund altern angesiedelt und unterstützt Kommunen dabei, Strukturen für ein gutes Altern sowie generationenübergreifende Angebote weiterzuentwickeln. Im anschließenden Austausch wurde deutlich, dass viele Kommunen vor ähnlichen Herausforderungen stehen, insbesondere bei der Vernetzung von Akteur*innen sowie bei der Entwicklung niedrigschwelliger und bedarfsgerechter Unterstützungsangebote.

Die Veranstaltung verdeutlichte insgesamt, dass pflegende Angehörige eine zentrale, jedoch bislang häufig zu wenig berücksichtigte Zielgruppe der kommunalen Gesundheitsförderung darstellen. Instrumente wie die vorgestellte Checkliste können dazu beitragen, ihre Perspektive künftig systematisch in kommunale Planungsprozesse einzubeziehen.

Download

Die Checkliste „Kommunaler Blick: Pflegende Angehörige“  steht als PDF-Dokument zum Download zur Verfügung.