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Kommunen als Wegbereiter für organisationale Gesundheitskompetenz
26.11.2026 – Fachtag Gesundheitliche Chancengleichheit

Datum: 26. November 2026
Uhrzeit: 10:00-15:00 Uhr
Standort: Ort: SAALBAU Gutleut, Rottweiler Straße 32, 60327 Frankfurt am Main
Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Der HAGE-Arbeitsbereich „Gesundheitliche Chancengleichheit“ mit den Teams der KGC Hessen, teamw()rk für Gesundheit und Arbeit und Präventionsketten Hessen richtet einen Fachtag zum Thema „Gesundheitliche Chancengleichheit – Kommunen als Wegbereiter für organisationale Gesundheitskompetenz“ aus.
Vor dem Hintergrund wachsender gesellschaftlicher Herausforderungen und sozial bedingter Ungleichheiten gewinnt die Frage an Bedeutung, wie Prävention und Gesundheitsförderung so gestaltet werden können, dass sie Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen tatsächlich erreichen und Teilhabe ermöglichen. Organisationale Gesundheitskompetenz setzt genau hier an: Sie richtet den Blick nicht allein auf die Fähigkeiten einzelner Menschen, sondern auf die Verantwortung von Kommunen, Organisationen und Netzwerken. Entscheidend ist, ob Informationen verständlich formuliert sind, Angebote ohne unnötige Hürden erreicht werden können, Zuständigkeiten nachvollziehbar sind und Fachkräfte Menschen gut beraten, begleiten und weitervermitteln können.
Gesundheitskompetenz wird häufig als Fähigkeit des Einzelnen verstanden, gesundheitsbezogene Informationen zu finden, zu verstehen, zu bewerten und für Entscheidungen zu nutzen. Ob dies gelingt, hängt jedoch nicht nur von individuellen Fähigkeiten ab, sondern auch davon, wie verständlich Informationen, wie zugänglich Angebote und wie übersichtlich Strukturen gestaltet sind. Hier setzt die organisationale Gesundheitskompetenz an.
Der Ansatz nimmt Organisationen stärker in die Verantwortung: Sie sollen Informationen, Angebote und Prozesse so gestalten, dass Menschen sich leichter orientieren und Unterstützung besser nutzen können. Das ist besonders wichtig für vulnerable Zielgruppen, zum Beispiel Menschen mit geringen Deutschkenntnissen, niedrigem Bildungs- oder Einkommensniveau, Behinderungen, Arbeitslosigkeit oder mehrfachen Belastungen. Diese Gruppen stoßen häufiger auf Barrieren und haben zugleich oft einen höheren Unterstützungs- und Orientierungsbedarf.
Professionelle Gesundheitskompetenz der Fachkräfte und organisationale Gesundheitskompetenz der Einrichtungen sind deshalb zentrale Voraussetzungen für Chancengleichheit. Fachkräfte müssen verständlich kommunizieren und sensibel für unterschiedliche Lebenslagen sein. Organisationen müssen dafür passende Rahmenbedingungen schaffen, damit Zugänge, Informationen und Abläufe nicht nur für gut informierte Menschen funktionieren. So kann organisationale Gesundheitskompetenz dazu beitragen, Barrieren abzubauen, Orientierung zu erleichtern und gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern.
Quellen:
Im Mittelpunkt des Fachtags stehen fachliche Impulse, kommunale Praxisbeispiele und der gemeinsame Austausch darüber, wie solche gesundheitskompetenten Strukturen konkret entwickelt werden können. Dabei geht es zum Beispiel um verständliche Kommunikation, niedrigschwellige Zugänge, klare Abläufe, Kooperation zwischen Organisationen und die Qualifizierung von Fachkräften. So wird organisationale Gesundheitskompetenz als praktische Gestaltungsaufgabe sichtbar: Strukturen sollen so weiterentwickelt werden, dass Menschen passende Unterstützung leichter finden und Prävention chancengerechter genutzt werden kann.
In praxisorientierten Workshops werden ausgewählte Fragestellungen vertieft. Die Teilnehmenden bringen ihre Erfahrungen ein, prüfen konkrete Herausforderungen aus kommunaler und organisationaler Praxis und entwickeln gemeinsam erste Lösungsansätze. Ziel ist es, Impulse mitzunehmen, die sich auf die eigene Arbeit übertragen lassen – sei es für verständlichere Informationen, bessere Zugänge, verbindlichere Zusammenarbeit oder die nachhaltige Verankerung organisationaler Gesundheitskompetenz.
Tagesmoderation: Jasmin Azar
| Uhrzeit | Tagesprogramm |
|---|---|
| 9:30 | Ankommen & Einchecken |
| 10:00 | Eröffnung & Begrüßung |
| 10:30 | Impulsvortrag: Gesundheitskompetenz als Strukturfrage: Wie Kommunen und Organisationen Prävention zugänglicher und chancengerechter gestalten. Dr. Dominik Röding, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Leiter des Forschungsschwerpunktes Prävention und Rehabilitation, Medizinische Hochschule Hannover |
| 11:05 | Vernetzungspause |
| 11:20 | Podiumsgespräch mit Vertreter*innen aus Kommunen und Institutionen |
| 12:15 | Mittagspause & Vernetzung |
| 13:10 | Workshop 1: Gemeinsam Verantwortung übernehmen: Integrierte Strategien für gesundheitskompetente und chancengerechte Strukturen Workshop 2: Menschen erreichen: Wie Prävention in Organisationen zugänglicher und verständlicher werden kann Workshop 3: Professionelle Gesundheitskompetenz: Fachkräfte als Schlüssel der Organisationsentwicklung |
| 14:20 | Vernetzungspause |
| 14:30 | Drei Perspektiven – ein gemeinsames Ziel: Erkenntnisse aus den Workshops und nächste Schritte |
| 15:00 | Ende der Veranstaltung |
Der Fachtag richtet sich an Fachkräfte, kommunale Akteur*innen, Kooperationspartner*innen und Interessierte aus den Bereichen Gesundheit, Soziales, Bildung und Arbeit sowie aus Einrichtungen, Verbänden und Projekten der Prävention und Gesundheitsförderung. Angesprochen sind insbesondere Akteur*innen aus Gesundheitsämtern, Kommunen, Jobcentern, der Kinder- und Jugendhilfe, Familienzentren, Mehrgenerationenhäusern, freien Trägern sowie weiteren Institutionen und Netzwerken aus Hessen und bundesweit.
Der Arbeitsbereich „Gesundheitliche Chancengleichheit“ mit den Teams der KGC Hessen, teamw()rk für Gesundheit und Arbeit und Präventionsketten Hessen ist bei der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. (HAGE) mit Sitz in Frankfurt am Main angesiedelt.
Die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Hessen wird gefördert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege und der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Bündnis für Gesundheit).
Das Landesprogramm Präventionsketten Hessen wird gefördert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, des Hessischen Ministeriums für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales und der Auridis Stiftung.
Das Programm teamw()rk für Gesundheit und Arbeit wird gefördert aus Mitteln der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Bündnis für Gesundheit).
Bild: © erstellt mit ChatGPT