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Gesundheitsförderung und Einsamkeit

Beitrag der HAGE auf der KNE-Konferenz „Gemeinsam gegen Einsamkeit“

29. Juni 2026
Im Juni war die HAGE mit einem fachlichen Beitrag auf der 5. KNE-Konferenz „Gemeinsam gegen Einsamkeit“ vertreten. Die Konferenz bot einen wichtigen Rahmen für Austausch, Vernetzung und fachliche Impulse zur Frage, wie Einsamkeit in Deutschland wirksam begegnet werden kann.
Person hält einen Vortrag
Vernetzte, lebensweltbezogene Ansätze, tragfähige kommunale Strukturen und Zugänge, die Teilhabe erleichtern: Im Beitrag der HAGE ging es darum, wie Gesundheitsförderung Einsamkeit entgegenwirken kann. 

 


Im Rahmen des Forums „Einsamkeit macht krank – (k)ein Fall für das Gesundheitssystem?“ machte Carolin Becklas von der HAGE deutlich, dass Gesundheitsförderung beim Thema Einsamkeit eine wichtige Rolle spielt.

Im Mittelpunkt stand die Frage, welchen Beitrag Gesundheitsförderung leisten kann, um Einsamkeit entgegenzuwirken – und wie dabei Gesundheitssystem, kommunale Netzwerke, soziale Infrastruktur und ressortübergreifende Zusammenarbeit zusammengedacht werden müssen. 

Herausgearbeitet wurde, dass Einsamkeit gesundheitsrelevant ist, aber nicht rein medizinisch verstanden werden darf. Gesundheitsförderung setzt dort an, wo Teilhabe, Zugehörigkeit und soziale Verbundenheit entstehen: in den Lebenswelten der Menschen. Das Gesundheitssystem kann hier eine wichtige Brückenfunktion übernehmen, indem es Einsamkeit sensibel erkennt, anspricht und in passende Unterstützungsangebote weitervermittelt. Wirksam wird die Brückenfunktion jedoch erst, wenn vor Ort niedrigschwellige Begegnungsorte, Lotsenstrukturen und verlässliche kommunale Netzwerke vorhanden sind.

Bild: © Julia Merkel