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Gesundheitsförderung in der Kaffeepause
21.10.2026 - Digitaler Kurzaustausch: „Das Good Practice-Beispiel KoGi – Vom Zugang zur Teilhabe: Befähigen, vermitteln, Interessen vertreten“

Datum: Dienstag, 21.10.2026
Uhrzeit: 09:30-11:00 Uhr
Standort: Ort: online via Zoom
Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Hessen lädt kommunale Fachakteur*innen zu einem digitalen Kurzaustausch ein. Unter dem Motto „Gesundheitsförderung in der Kaffeepause“ erhalten Sie in einer entspannten Atmosphäre neue Impulse für Ihre Arbeit im Bereich der kommunalen Gesundheitsförderung. Gleichzeitig möchte die kurze Veranstaltung das Netzwerken untereinander anregen und Gelegenheit bieten, eigene Erfahrungen einzubringen und sich auszutauschen.
KoGi als Beispiel guter Praxis
Im Mittelpunkt steht das Präventionsprojekt „Kommunale Gesundheitsinitiative interkulturell (KoGi)“ aus Frankfurt am Main. Das Präventionsprojekt wurde 2026 unter Begleitung der KGC Hessen vom Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit als Good-Practice-Beispiel ausgezeichnet. Die Auszeichnung erfolgte in den Good Practice-Kriterien Zielgruppenbezug, Konzeption, Setting-Ansatz, Partizipation, Qualitätsmanagement, niedrigschwellige Arbeitsweise und Multiplikatorenkonzept.
KoGi zeigt, wie Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen erreicht, zur Teilhabe befähigt und gesundheitliche Chancengleichheit vor Ort gestärkt werden können.
Das Projekt KoGi wird vom Gesundheitsamt Frankfurt am Main seit 2012 – zunächst in Kooperation mit der Selbsthilfe e. V. – und seit 2020 mit dem Mehrgenerationenhaus Kinder im Zentrum Gallus e. V. (KiZ Gallus) umgesetzt. Die Initiative wurde bereits 2009 ins Leben gerufen.
Im Rahmen des Projekts werden ehrenamtliche Laien als Gesundheitslots*innen ausgebildet, die nach ihrer Ausbildung als Multiplikator*innen für die Stadt Frankfurt tätig werden. Die Lots*innen unterstützen die gesundheitsförderliche Entwicklung von Lebenswelten und Settings in benachteiligten Quartieren, indem sie Eltern durch spezifische Angebote vor Ort in ihrer Gesundheitskompetenz stärken. Dadurch tragen sie dazu bei, dass Eltern selbst die Gestaltung und Weiterentwicklung gesundheitsförderlicher Lebenswelten aktiv mitgestalten. Die Menschen werden in ihrer jeweiligen Muttersprache und/oder in leicht verständlichem Deutsch zu unterschiedlichen Themen der Gesundheitsförderung und Prävention geschult.
Die Ziele des Projekts sind, (1) gegenseitige interkulturelle Öffnung fördern, (2) mehrsprachige und kultursensible Gesundheitsaufklärung, (3) Selbstwirksamkeit und Gesundheitskompetenz von Menschen in herausfordernden Lebenslagen stärken und (4) eine direkte und niedrigschwellige Gesundheitskommunikation in Frankfurt ermöglichen (Schade et al., 2022). KoGi ist dabei das Dach und fasst mittlerweile vier Projektstränge mit unterschiedlichen Schwerpunkten zusammen.
Einblicke in die Praxis
In einem interaktiven Interview geben Projektverantwortliche des Gesundheitsamts Frankfurt, des Mehrgenerationenhauses KiZ Gallus e. V. sowie Multipikator*innen Einblick in die praktische Umsetzung von KoGi.
Als roter Faden dienen dabei zentrale Handlungsstrategien der Ottawa-Charta: „Befähigen“, „Vermitteln und Vernetzen“ sowie „Interessen vertreten“. Im Gespräch geht es sowohl um die Konzeption und Weiterentwicklung des Projekts als auch um konkrete Erfahrungen aus der Arbeit mit Bürger*innen.
| Uhrzeit | Tagesprogramm |
|---|---|
| 9:30 Uhr | Begrüßung und Vorstellung |
| 09:40 Uhr | Impuls: „Handlungsstrategien der Ottawa Charta & Reflektion KGC Jahresfachtag“ Felix Koller, KGC Hessen |
| 09:50 Uhr | „Das KoGi-Projekt im Gespräch“ Dr. Manuela Schade, Gesundheitsamt Frankfurt |
| 10:25 Uhr | Austausch in Murmelgruppen |
| 10:40 Uhr | Offene Runde & Rückfragen |
| 11:00 Uhr | Ende der Veranstaltung |
Der digitale Austausch findet über die Plattform Zoom statt. Für die Teilnahme benötigen Sie ein Endgerät und eine Internetverbindung. Für die Diskussion benötigen Sie zudem ein Mikrofon und eine Kamera.
Die Veranstaltung wird von der KGC Hessen organisiert.
Die KGC Hessen ist bei der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. (HAGE) angesiedelt. Sie wird gefördert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege (HMFG) und der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Bündnis für Gesundheit).
Die Veranstaltung wird gefördert vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit.
Bild: © Marek Uliasz – stock.adobe.com