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Gesundheitsförderung für erwerbslose Menschen in der mittleren Lebensphase

Kurzbericht zu einem Fachworkshop in Offenbach

26. Mai 2026
Wie können Menschen in Erwerbslosigkeit besser erreicht werden? Und welche Rolle spielen Zusammenarbeit, Vertrauen und niedrigschwellige Zugänge dabei? Mit diesen Fragen beschäftigte sich ein kommunaler Fachworkshop in der Stadt Offenbach.
Personen stehen in einem Seminarraum


Im Mai 2026 kamen in Offenbach Fachkräfte aus unterschiedlichen Bereichen zu einem kommunalen Workshop zum Thema Gesundheitsförderung für erwerbslose Menschen in der mittleren Lebensphase“ zusammen. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Gesundheitsamt Offenbach / Stabstelle Prävention und dem Programm teamw()rk für Gesundheit und Arbeit in Hessen. 

Ziel des Workshops war es, die Zusammenarbeit zwischen den teinehmenden kommunalen und sozialen Akteur*innen in Offenbach zu stärken und gemeinsam zu diskutieren, wie Gesundheitsförderung für Menschen in Erwerbslosigkeit besser gelingen kann.

Vertreter*innen aus Verwaltung, Sozialarbeit, Integrationsarbeit und Arbeitsförderung brachten ihre Perspektiven und Erfahrungen ein. Schnell wurde deutlich: In Offenbach gibt es bereits viele engagierte Akteur*innen und Angebote. Gleichzeitig bestehen weiterhin Herausforderungen – insbesondere an den Schnittstellen zwischen den verschiedenen Systemen und Angeboten.

Fragestellungen und Ergebnisse

Im Mittelpunkt des Workshops standen daher Fragen wie:

  • Wie erreichen Angebote Menschen in Erwerbslosigkeit tatsächlich?
  • Wo entstehen Hürden oder Brüche im Unterstützungssystem?
  • Welche Rolle spielen Vertrauen und persönliche Ansprache sowie die Zusammenarbeit zwischen Ämtern, Beratungsstellen, Gesundheitsangeboten und weiteren sozialen und kommunalen Einrichtungen?
  • Wie kann Gesundheitsförderung stärker im Alltag von kommunalen und sozialen Einrichtungen mitgedacht werden?

Anhand praxisnaher Fallbeispiele entwickelten die Teilnehmenden Unterstützungswege für unterschiedliche Lebenssituationen von Menschen in Erwerbslosigkeit. Dabei wurde sichtbar, dass Gesundheitsförderung weit über den Gesundheitsbereich hinausgeht und nur im Zusammenspiel verschiedener Akteur*innen wirksam umgesetzt werden kann.

Ein zentrales Ergebnis des Workshops war die Erkenntnis, dass Gesundheitsförderung besonders dort gelingt, wo niedrigschwellige Zugänge, persönliche Ansprache und vertrauensvolle Beziehungen bestehen. Die Teilnehmenden betonten, dass reine Verweisberatung häufig nicht ausreicht. Entscheidend seien vielmehr alltagsnahe, gut erreichbare und zwischen den beteiligten kommunalen und sozialen Einrichtungen abgestimmte Angebote.

Der Workshop setzte wichtige Impulse für die weitere Vernetzung und Zusammenarbeit in Offenbach und machte deutlich, dass Gesundheitsförderung eine Aufgabe über Fach- und Systemgrenzen hinweg ist. Die gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse sollen in die weitere Arbeit einfließen, um Gesundheitsförderung für Menschen in Erwerbslosigkeit in Offenbach gemeinsam weiterzuentwickeln und den Zugang zu Unterstützungsangeboten nachhaltig zu verbessern.

Titelbild: © Stadtgesundheitsamt Offenbach