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Bewegungspass Hessen: Landesweiter Start
Bericht zur Auftaktveranstaltung am 14.09.2026

Am 14.09.2026 startete das Projekt Bewegungspass Hessen mit mehr als 140 Teilnehmenden in der Sportschule des Landessportbundes Hessen in Frankfurt am Main. Durch den Tag führten Izabela Bojkowska von der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. (HAGE) und Tim Döring von der Sportjugend Hessen (SJH).
Das kostenfreie Angebot unterstützt pädagogische Fachkräfte und Kindertagespflegepersonen in hessischen Kitas und Kindertagespflege dabei, Bewegungsförderung alltagsnah umzusetzen. Es umfasst eine eintägige Fortbildung sowie praxisnahe Materialien und Umsetzungshilfen für die Bewegungsförderung von Kindern im Alter von zwei bis sieben Jahren. Der Bewegungspass Hessen orientiert sich am Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen (BEP).
Über die Bedeutung des Themas sprachen einleitend Staatsministerin Heike Hofmann vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales (HMSI), Dr. Katharina Böhm, Geschäftsführerin der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. (HAGE), und Dr. Daniel Illmer, stellvertretender Geschäftsführer der Sportjugend Hessen (SJH).
Ein besonderer Programmpunkt war die Würdigung der ersten 19 Kursleitungen für den Bewegungspass Hessen durch Staatsministerin Heike Hofmann. Sie werden künftig die Fortbildungen für Kitas und Kindertagespflegepersonen anbieten und tragen damit wesentlich zur hessenweiten Umsetzung des Bewegungspasses bei.
„Bewegung von Anfang an: Chancen frühkindlicher Bewegungsförderung für Entwicklung und Bildung“
Prof. Dr. Renate Zimmer, Institut Bewegte Kindheit, zeigte in ihrem Vortrag, welche Chancen frühe Bewegungsförderung für die Entwicklung und Bildung von Kindern bietet. Bewegung ist von Anfang an Motor des Lernens und Ausdruck kindlicher Lebensfreude. Sie unterstützt neben der körperlich-motorischen auch die sozial-emotionale, kognitive und sprachliche Entwicklung.
Vertreter*innen aus Praxis, Kommune, Wissenschaft, Bildung und Landesebene diskutierten, wie der Bewegungspass Hessen in Kitas und in der Kindertagespflege umgesetzt und verankert werden kann. Dabei flossen Praxiserfahrungen aus Baden-Württemberg, Erfahrungen aus kommunaler und Trägerperspektive sowie wissenschaftliche Erkenntnisse zur frühkindlichen Bewegungsförderung ein. Thematisiert wurden auch die Bezüge zum Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen (BEP) sowie die Anbindung an bestehende Strukturen der Bewegungsförderung.
Der Bewegungspass kann den pädagogischen Alltag bereichern, wenn Freude an Bewegung und individuelle Entwicklung frei von Leistungsdruck im Mittelpunkt stehen. Für eine nachhaltige Umsetzung sollten die Inhalte aus den Fortbildungen ins gesamte Team getragen und Raum für gemeinsamen Austausch geschaffen werden Auch Eltern können durch niedrigschwellige Angebote wie gemeinsame Bewegungsaktionen einbezogen werden. Der Bewegungspass lässt sich zudem flexibel an unterschiedliche Bedürfnisse anpassen und mit bestehenden Angeboten – etwa von Sportvereinen – verknüpfen.
Weitere Informationen
Informationen zum Projekt und zu den Fortbildungsterminen finden Sie hier:
Im Oktober und Dezember 2026 werden ergänzende Online-Informationsveranstaltungen angeboten. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier:
Organisation
Die Veranstaltung wurde von der Landeskoordinierung Bewegungspass Hessen bei der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. organisiert und in Kooperation mit der Sportjugend Hessen umgesetzt.
Das Projekt „Bewegungspass Hessen“ wird durch das Hessische Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales gefördert.
Fotos: © HAGE/andreasmann.net

