Veranstaltung
Gesundheitsförderung in der Kaffeepause
23.04.2026 - Digitaler Kurzaustausch: "Die Ottawa-Charta verstehen – Leitideen für die Gesundheitsförderung"

Datum: Donnerstag, 23.04.2026
Uhrzeit: 09:30-11:00 Uhr
Standort: Ort: online via Zoom
Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Hessen lädt interessierte kommunale Fachakteur*innen zu einem digitalen Kurzaustausch via Zoom ein. Unter dem Motto „Gesundheitsförderung in der Kaffeepause“ erhalten Sie neue Impulse für Ihre Arbeit in der kommunalen Gesundheitsförderung und haben die Möglichkeit, sich zu vernetzen sowie eigene Erfahrungen einzubringen.
Die Veranstaltung dauert 90 Minuten. Sie beginnt mit einem themenbezogenen Impulsvortrag zu den Grundlagen der Ottawa-Charta und ihrer Bedeutung für die kommunale Gesundheitsförderung. Referent ist Dr. Frank Lehmann (Berliner Institut für Gesundheits- und Sozialwissenschaften). Im Anschluss sind die Teilnehmenden eingeladen, ihre Praxiserfahrungen einzubringen. Diese werden im Kontext der Handlungsfelder und Strategien der Ottawa-Charta diskutiert. Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Reflexion, welche Impulse und Wege notwendig sind, um Gesundheitsförderung vor Ort unter den aktuellen Bedingungen nachhaltig und ressortübergreifend zu verankern.
Die Ottawa-Charta verstehen – Leitideen für die Gesundheitsförderung
Vierzig Jahre nach ihrer Verabschiedung auf der ersten Internationalen Konferenz zur Gesundheitsförderung der WHO im Jahr 1986 gilt die Ottawa-Charta weiterhin als zentrales Grundsatzdokument der Gesundheitsförderung (WHO 1986). Sie versteht Gesundheitsförderung als einen Prozess, der Menschen befähigt, Kontrolle über ihre Gesundheit zu gewinnen, und betont zugleich die Bedeutung gesellschaftlicher, politischer und struktureller Rahmenbedingungen. Damit formuliert sie einen intersektoralen Handlungsauftrag, der im Ansatz „Health in All Policies“ systematisch weiterentwickelt worden ist (Kaba-Schönstein, L. 2018). Mit dieser Weiterentwicklung wurde die Charta insbesondere im Hinblick auf globale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und politische Verantwortung (WHO 2021) weiter vertieft. Vor dem Hintergrund multipler Krisen, wachsender Ungleichheiten sowie sich verändernder sozialer, politischer und kommerzieller Einflussfaktoren steht die Gesundheitsförderung gegenwärtig vor der Aufgabe, ihre Strategien und Public-Health-Kompetenzen grundlegend weiterzuentwickeln (Kickbusch I. 2026).
Der digitale Kurzaustausch findet über die Plattform Zoom statt. Für die Teilnahme benötigen Sie ein Endgerät und eine Internetverbindung. Für die Diskussion benötigen Sie zudem ein Mikrofon und eine Kamera.
Organisation
Die Veranstaltung wird von der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Hessen organisiert. Die Koordinierungsstelle ist Teil des bundesweiten Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit und wird mit Mitteln der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Bündnis für Gesundheit) sowie durch das Hessische Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege (HMFG) gefördert.
Die KGC Hessen ist bei der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. (HAGE) angesiedelt.
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