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Fachtagung „Leben und Sterben“: Einsamkeit verstehen und begegnen

Bericht zur Veranstaltung vom 11.09.2024

Blume auf schwarzem Hintergrund
16. Oktober 2024
Die diesjährige Fachtagung „Leben und Sterben“ befasste sich mit dem Thema „Einsamkeit am Lebensende“ und stieß auf großes Interesse. Sie zielte darauf ab, Einsamkeit besser verstehen zu lernen und Antworten auf die Frage, wie man Einsamkeit begegnen kann, zu finden.

 An der 25. Fachtagung „Leben und Sterben" nahmen 105 Personen aus ganz verschiedenen Arbeitsfeldern, haupt- und ehrenamtlich Engagierte teil. Die Veranstaltung fand am 11.09.2024 im Kultur- und Vereinszentrum MAINFELD im Stadtteil Niederrad statt.

Zielsetzung und Inhalte

Einsamkeit kann viele Ursachen haben und in unterschiedlichen Lebensphasen auftreten. Menschen jeden Alters können sich einsam fühlen, was sich oft negativ auf die Gesundheit und das soziale Miteinander auswirkt. Besonders nach der Coronapandemie ist das Thema Einsamkeit verstärkt in den Fokus gerückt. Gleichzeitig gibt es auch Menschen, die bewusst das Alleinsein suchen, was nicht mit Einsamkeit verwechselt werden sollte.

Was genau bedeutet Einsamkeit, besonders im Kontext der Hospiz- und Palliativarbeit? Wer ist stärker davon betroffen und was begünstigt dieses Gefühl? Wie können wir Einsamkeit erkennen und vorbeugen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Fachtagung.

Am Vormittag ging es um das Verständnis von Einsamkeit, während der Nachmittag der Frage gewidmet war, wie man Einsamkeit aktiv begegnen kann.

Fazit

Es ist nicht leicht, Einsamkeit zu erkennen. Und es ist unmöglich, jeden betroffenen Menschen aufzusuchen. Dennoch gibt es Möglichkeiten, Einsamkeit zu begegnen. In der Gesellschaft kann sie zum Thema gemacht werden, indem Raum für Austausch geschaffen oder Informationsmaterial bereitgestellt wird. Im Arbeitsalltag kann im Team über Einsamkeit gesprochen werden, aber auch mit weiteren Menschen, die die Person begleiten, betreuen, versorgen oder pflegen sowie mit Angehörigen und Bekannten. Die Kommunen können Akteur*innen zusammenbringen, um gemeinsam Angebote zu entwickeln.

Die Umsetzung dieser Ziele der Strategie der Bundesregierung gegen Einsamkeit kann auch für uns haupt- und ehrenamtlich Engagierte in Hessen ein Leitfaden sein. Einsamkeit zu begegnen, sie zu erkennen und zu verstehen, kann nicht nur die Aufgabe Einzelner sein. Vielmehr bedarf es dafür eines Netzwerkes ganz unterschiedlicher Akteur*innen. Nur so kann es gelingen, Einsamkeitserfahrungen wirksam zu reduzieren, Menschen ein gutes Leben bis zuletzt ermöglichen und langfristig Strategien gegen Einsamkeit zu entwickeln und umzusetzen.

Bericht zum Download

Ein ausführlicher Bericht zur Veranstaltung kann hier heruntergeladen werden:

Bild: © Berkan Küçügkül via Canva.com