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Dialogreihe „Gesundheitliche Chancengleichheit - Im Gespräch mit Wissenschaft und Praxis"

Gesundheit und Demokratie: Wie kann Gesundheitsförderung die Demokratie vor Ort stärken?

30. Januar 2024
Mit der Dialogreihe „Gesundheitliche Chancengleichheit – Im Gespräch mit Wissenschaft und Praxis” möchten wir, das Projekt teamw()rk für Gesundheit und Arbeit und die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Hessen, auf Herausforderungen der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung aufmerksam machen. Die Dialogreihe beschäftigt sich mit gesellschaftlichen Themen und Aspekten der gesundheitlichen Ungleichheit sowie mit vulnerablen Zielgruppen, die von sozialer Benachteiligung betroffen sind.
Auf eine Steinwand sind das Wort Chancengleichheit sowie ein Pfeil nach rechts aúfgemalt

Datum: Dienstag, 16. April 2024
Uhrzeit: 09:00-12:15 Uhr
Standort: Ort: digital über Zoom

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Hintergrund

Zentrale Aspekte einer erfolgreichen und nachhaltigen soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung sind Ansätze wie Partizipation, Empowerment und soziale Teilhabe der Dialoggruppe. Dadurch sollen die Betroffenen befähigt werden, ihre Interessen und Bedarfe selbst zu formulieren und bei ihrer Umsetzung aktiv mitwirken zu können. Zugleich ist die Förderung der Gesundheit als eine Querschnittsaufgabe verschiedener Professionen zu verstehen. Insbesondere in kommunalen Lebenswelten, in denen Menschen leben, spielen, lieben und arbeiten, kann dieser Querschnittsaufgabe Rechnung getragen und die Gesundheit der Bevölkerung positiv beeinflusst werden. 

Zudem gibt es weitere Einflussfaktoren, die sich auf die Gesundheit der Menschen auswirken. Dazu zählen auch die politischen Rahmenbedingungen eines Landes und die Gesellschaft, in der Menschen leben. Unsere Gesellschaft steht zurzeit vor vielen parallel ablaufenden Herausforderungen: Krieg in Europa, Klimakrise, Inflation, COVID-19 und seine Nachwirkungen und anderes mehr. Gleichzeitig gefährden gesellschaftliche (Spaltungs-)Prozesse den sozialen Zusammenhalt. In Anbetracht dieser Entwicklungen gibt knapp über der Hälfte der deutschen Bevölkerung eine geringe Zufriedenheit mit der Funktionsweise der Demokratie hierzulande an (Decker et al., 2023 (PDF)). An dieser Stelle zeichnet sich bereits die Bedeutung der Demokratieförderung für ein gesundes Zusammenleben ab. Wie können Ansätze der Gesundheitsförderung zur Stärkung demokratischer Prozesse beitragen? Wo gibt es Schnittmengen bzw. Bezugspunkte? 
Ein Aspekt: Insbesondere die aus der Gesundheitsförderung bekannten kommunalen Lebenswelten sind Orte, in denen auch Demokratie gefördert wird; die Stärkung demokratischer Prozesse in Sozialräumen/Lebenswelten verbindet Menschen aus unterschiedlichen Lebensbereichen, Kulturen und sozialen Settings und schafft durch bewusste Handlungsmöglichkeiten Zugänge zur Demokratie.  Zugleich stärken Empowerment, soziale Teilhabe und Partizipation als Ansätze der Gesundheitsförderung die Gestaltung und das Leben von Demokratie vor Ort.

Die Veranstaltung

Im Zentrum der digitalen Veranstaltung „Gesundheit und Demokratie: Wie kann Gesundheitsförderung die Demokratie vor Ort stärken?” steht der Austausch zwischen Akteur*innen aus der Wissenschaft und aus der Praxis. Mit einem politikwissenschaftlichen Beitrag möchten wir zu Beginn auf die Begrifflichkeiten Demokratie, Werte und auf die Grundprinzipien demokratischen Handelns eingehen und Bezugspunkte zu Gesundheit identifizieren. Im zweiten Teil der Veranstaltung geben wir in Form eines Expert*innen-Interviews Einblicke, wie die Förderung von demokratischen Prozessen vor Ort bereits umgesetzt wird und wie diese die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Menschen vor Ort steigern. Im gemeinsamen Austausch möchten wir mit Ihnen diskutieren, welche Ansätze der Gesundheitsförderung die Demokratie vor Ort stärken und nachhaltig demokratische Prozesse in der Kommune fördern können. Hierzu erörtern wir, welche Rolle soziale Teilhabe, Partizipation und Empowerment in der Gesundheitsförderung für die Stärkung der Demokratie spielen können. 

Zielgruppe

Die Veranstaltung richtet sich an kommunale Fachakteur*innen aus den Bereichen Gesundheit, Bildung, Kinder- und Jugendhilfe, Soziales und Stadtentwicklung, Migration und Integration, Jobcenter, Familienzentren, Mehrgenerationenhäuser, Vertreter*innen der Verwaltungsämter, Krankenkassenvertreter*innen, politische Entscheidungsträger*innen auf Landes- und Kommunalebene sowie an Praxis -und Kooperationspartner*innen und weitere Interessierte.

Merken Sie sich den Termin gerne vor.

Das ausführliche Tagesprogramm werden in Kürze auf dieser Seite veröffentlicht.

Anmeldung

DOO.NET

Literatur

Decker, F.; Best, V.; Fischer, S.; Küppers, A. (2023): Demokratievertrauen in Krisenzeiten. Wie blicken die Menschen in Deutschland auf Politik, Institutionen und Gesellschaft? Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung.

Bild: © Thomas Reimer – stock.adobe.com