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Zugänge schaffen statt Hürden verwalten – Präventionsketten zur Stärkung armutssensibler Strukturen

04.11.2026 – Jahresfachtag des Landesprogramms „Präventionsketten Hessen"

24. September 2026
Wie können Unterstützungsangebote Kinder und Familien besser erreichen? Beim Jahresfachtag des Landesprogrammes Präventionsketten Hessen 2026 geht es darum, Barrieren sichtbar zu machen und Zugänge vor Ort armutssensibel zu gestalten.
Baum, auf dem Kinder spielen


Datum: Mittwoch, 04.11.2025
Uhrzeit: 9:45 -16:30 Uhr (Ankommen ab 09:30 Uhr)
Standort: Ort: Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt

Teilnahmegebühr: 20,00 €

Zugänge schaffen statt Hürden verwalten - Präventionsketten zur Stärkung armutssensibler Strukturen

Unterstützungsangebote für Kinder und Familien können nur dann wirken, wenn sie die Menschen zielgerichtet erreichen. Doch Zugänge sind nicht für alle gleichermaßen offen. Komplizierte Abläufe, schwer verständliche Sprache, institutionelle Routinen sowie Erfahrungen von Beschämung und Ausgrenzung können Barrieren darstellen und insbesondere Familien in belasteten Lebenslagen von der Inanspruchnahme abschrecken.

Beim diesjährigen Jahresfachtag des Landesprogramms „Präventionsketten Hessen“ richten wir deshalb den Blick auf die Frage:
Wie können wir Zugänge so gestalten, dass Unterstützung tatsächlich dort ankommt, wo sie gebraucht wird? Und welchen Beitrag können kommunale Präventionsketten dazu leisten?

Armutssensibilität bedeutet mehr, als Armut und deren Folgen zu kennen. Sie fordert dazu auf, die eigenen Haltungen und die Sprache ebenso zu reflektieren wie institutionelle Abläufe und Zugangswege. Barrieren entstehen nicht nur auf der direkten Angebotsebene, sondern auch auf struktureller Ebene, beispielsweise durch die Art und Weise, wie Angebote konzipiert, organisiert und kommuniziert werden.

Unter dem Titel „Zugänge schaffen statt Hürden verwalten” möchten wir einen Perspektivwechsel vornehmen. Von einer Angebotslogik hin zu einer strukturellen Zugangslogik. Im Mittelpunkt steht nicht die Frage „Was bieten wir an?“, sondern im Sinne der Wirkungsorientierung die Leitfragen: „Welche Familien und Kinder erreichen wir – und welche nicht?“, „wie können wir kommunale Strukturen und Einrichtungen so verändern, dass Familien und Kinder, besonders in herausfordernden Lebenslagen, unterstützt werden?“

Der Fachtag lädt dazu ein, Erfahrungen aus der kommunalen Praxis kennenzulernen, die eigene Arbeit zu reflektieren und gemeinsam Ansätze für armutssensible, beteiligungsorientierte und zugängliche Strukturen zu entwickeln. Wir freuen uns auf fachliche Impulse, gemeinsame Diskussionen und viel Raum für Austausch und Vernetzung.

Tagesprogramm

Tagesmoderation: Feridun Ötzoprak

UhrzeitProgramm
Ab 09:30 UhrAnkommen und Netzwerken
09:45 UhrBegrüßung 
Landeskoordinierungsstelle Präventionsketten Hessen, HAGE
10:15 UhrImpulsvortrag „Von der Angebotslogik zur Zugangslogik“
Dr. Irina Volf, Direktorin und Bereichsleitung Armut, Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. (ISS), Frankfurt
11:00 UhrEin Blick in die Präventionskettenkommunen „Wer wird erreicht – und wer nicht? Barrieren erkennen und Unterstützung armutssensibel gestalten“
N.N.
12:00 UhrMittagspause
13:00 Uhr 

Strukturwerkstätten

  1. Strukturwerkstatt: Armutssensibel handeln: Wie Haltung, Rolle und Sprache Zugänge beeinflussen
  2. Strukturwerkstatt: Barrieren erkennen, Zugänge gestalten: Präventionsketten aus Perspektive der Familien denken
  3. Strukturwerkstatt: Kinderrechte im öffentlichen Raum und Beteiligung strukturell gestalten
14:30 Uhr Kaffeepause
14:45 Uhr Ein Blick in die Strukturwerkstätten
15:00 UhrEin Praxisimpuls aus der Stadt Herne "Was verändert sich, wenn Schule armutssensibel handelt?“ 
Robert Faber, Schulleiter Gemeinschaftsschule Josefschule, Stadt Herne
16:20 Uhr Abschluss und Ausblick

Anmeldung

Die Anmeldung ist ab sofort möglich:

Anmeldung über Doo

Organisation

Die Veranstaltung wird von der Landeskoordinierungsstelle „Präventionsketten Hessen“ durchgeführt. Sie ist bei der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. (HAGE) angesiedelt. 
Die Landeskoordinierungsstelle wird gefördert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, des Hessischen Ministeriums für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales und der Auridis Stiftung.

Illustration: © HAGE/Sandra Beer