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Zugänge schaffen statt Hürden verwalten – Präventionsketten zur Stärkung armutssensibler Strukturen
04.11.2026 – Jahresfachtag des Landesprogramms „Präventionsketten Hessen"

Datum: Mittwoch, 04.11.2025
Uhrzeit: 9:45 -16:30 Uhr (Ankommen ab 09:30 Uhr)
Standort: Ort: Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt
Teilnahmegebühr: 20,00 €
Zugänge schaffen statt Hürden verwalten - Präventionsketten zur Stärkung armutssensibler Strukturen
Unterstützungsangebote für Kinder und Familien können nur dann wirken, wenn sie die Menschen zielgerichtet erreichen. Doch Zugänge sind nicht für alle gleichermaßen offen. Komplizierte Abläufe, schwer verständliche Sprache, institutionelle Routinen sowie Erfahrungen von Beschämung und Ausgrenzung können Barrieren darstellen und insbesondere Familien in belasteten Lebenslagen von der Inanspruchnahme abschrecken.
Beim diesjährigen Jahresfachtag des Landesprogramms „Präventionsketten Hessen“ richten wir deshalb den Blick auf die Frage:
Wie können wir Zugänge so gestalten, dass Unterstützung tatsächlich dort ankommt, wo sie gebraucht wird? Und welchen Beitrag können kommunale Präventionsketten dazu leisten?
Armutssensibilität bedeutet mehr, als Armut und deren Folgen zu kennen. Sie fordert dazu auf, die eigenen Haltungen und die Sprache ebenso zu reflektieren wie institutionelle Abläufe und Zugangswege. Barrieren entstehen nicht nur auf der direkten Angebotsebene, sondern auch auf struktureller Ebene, beispielsweise durch die Art und Weise, wie Angebote konzipiert, organisiert und kommuniziert werden.
Unter dem Titel „Zugänge schaffen statt Hürden verwalten” möchten wir einen Perspektivwechsel vornehmen. Von einer Angebotslogik hin zu einer strukturellen Zugangslogik. Im Mittelpunkt steht nicht die Frage „Was bieten wir an?“, sondern im Sinne der Wirkungsorientierung die Leitfragen: „Welche Familien und Kinder erreichen wir – und welche nicht?“, „wie können wir kommunale Strukturen und Einrichtungen so verändern, dass Familien und Kinder, besonders in herausfordernden Lebenslagen, unterstützt werden?“
Der Fachtag lädt dazu ein, Erfahrungen aus der kommunalen Praxis kennenzulernen, die eigene Arbeit zu reflektieren und gemeinsam Ansätze für armutssensible, beteiligungsorientierte und zugängliche Strukturen zu entwickeln. Wir freuen uns auf fachliche Impulse, gemeinsame Diskussionen und viel Raum für Austausch und Vernetzung.
Tagesmoderation: Feridun Ötzoprak
| Uhrzeit | Programm |
|---|---|
| Ab 09:30 Uhr | Ankommen und Netzwerken |
| 09:45 Uhr | Begrüßung Landeskoordinierungsstelle Präventionsketten Hessen, HAGE |
| 10:15 Uhr | Impulsvortrag „Von der Angebotslogik zur Zugangslogik“ Dr. Irina Volf, Direktorin und Bereichsleitung Armut, Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. (ISS), Frankfurt |
| 11:00 Uhr | Ein Blick in die Präventionskettenkommunen „Wer wird erreicht – und wer nicht? Barrieren erkennen und Unterstützung armutssensibel gestalten“ N.N. |
| 12:00 Uhr | Mittagspause |
| 13:00 Uhr | Strukturwerkstätten
|
| 14:30 Uhr | Kaffeepause |
| 14:45 Uhr | Ein Blick in die Strukturwerkstätten |
| 15:00 Uhr | Ein Praxisimpuls aus der Stadt Herne "Was verändert sich, wenn Schule armutssensibel handelt?“ Robert Faber, Schulleiter Gemeinschaftsschule Josefschule, Stadt Herne |
| 16:20 Uhr | Abschluss und Ausblick |
Organisation
Die Veranstaltung wird von der Landeskoordinierungsstelle „Präventionsketten Hessen“ durchgeführt. Sie ist bei der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. (HAGE) angesiedelt.
Die Landeskoordinierungsstelle wird gefördert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, des Hessischen Ministeriums für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales und der Auridis Stiftung.
Illustration: © HAGE/Sandra Beer