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Beteiligungsformate in der kommunalen Gesundheitsförderung

Bericht zum Austauschtreffen der hessischen Gesundheitskoordinator*innen am 02.09.2026

22. September 2026
Wie können Bürger*innen in die kommunale Gesundheitsförderung einbezogen und Bedarfe vor Ort systematisch erfasst werden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des digitalen Austauschtreffens.
Menschen sitzen zusammen um einen Tisch und planen etwas


Ziel des zweistündigen Austauschtreffens der hessischen Gesundheitskoordinator*innen war es, praxisnahe Instrumente für Beteiligung und Bedarfserhebung kennenzulernen, Erfahrungen aus den Kommunen auszutauschen und Einsatzmöglichkeiten für die eigene Arbeit zu diskutieren. Im Fokus standen dabei der StadtRaumMonitor und der Impulsgeber Bewegungsförderung.

Instrumente für Beteiligung und Bedarfserhebung

Rabea Boos (Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden Württemberg) stellte den StadtRaumMonitor vor. Das kostenfreie Beteiligungsinstrument ermöglicht es Bürger*innen, ihr Wohn- und Lebensumfeld zu bewerten und Hinweise zu Verbesserungsbedarfen zu geben. Dabei werden unter anderem Mobilität, öffentlicher Raum, Versorgung, Wohnen und soziales Miteinander betrachtet. Optional können auch Aspekte der Klimaanpassung einbezogen werden. Der StadtRaumMonitor kann als Online-Befragung, in Gruppendiskussionen, bei Stadtteil-Spaziergängen oder in Einzelbefragungen eingesetzt werden. Entscheidend ist dabei, die Methoden an Zielsetzung und Zielgruppe anzupassen.

Im zweiten Impuls präsentierte Carolin Becklas (HAGE) den Impulsgeber Bewegungsförderung. Das digitale Planungstool unterstützt kommunale Akteur*innen bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Bewegungsförderung. Es stellt unter anderem Instrumente zur Bestands- und Bedarfserhebung sowie Informationen zu Beteiligungsverfahren zur Verfügung.

Im anschließenden Austausch standen die Erfahrungen aus der kommunalen Praxis im Mittelpunkt. Am Beispiel des Projekts InKaOst in Kassel wurde deutlich, dass der StadtRaumMonitor auch zunächst kleinräumig in einzelnen Stadtteilen eingesetzt werden kann. Die hierbei gewonnenen qualitativen Rückmeldungen wurden als besonders wertvoll eingeschätzt; sie bilden eine Grundlage für die weitere Arbeit.

Was braucht gute Beteiligung?

Die Teilnehmenden diskutierten, was gute Beteiligung braucht. Als wichtige Aspekte wurden eine breite Öffentlichkeitsarbeit über unterschiedliche Kanäle, zielgruppengerechte Zugänge und die Einbindung von Multiplikator*innen benannt. Auch Peer-to-Peer-Ansätze können dazu beitragen, bestimmte Bevölkerungsgruppen besser zu erreichen. Zudem sollten Beteiligungsinstrumente nicht für sich allein stehen, sondern in einen größeren kommunalen Prozess eingebettet sein. Als relevant erachtet wurde darüber hinaus die Frage, wie gewonnene Ergebnisse aufgegriffen, diskutiert und für die weitere Planung genutzt werden können.

Das Austauschtreffen bot damit Raum, gemeinsam Ansatzpunkte für eine beteiligungsorientierte kommunale Gesundheitsförderung weiterzuentwickeln.

© KI-generiertes Bild der HAGE via ChatGPT