Austauschforum Senioren- und Generationenhilfe
2026 im Fokus: Nachbarschaftshilfen

Austausch und Vernetzung für haupt- und ehrenamtliche Akteurinnen und Akteure
Das Austauschforum bietet Raum für frische Ideen, wertvolle Erfahrungen und neue Ansätze: Ob Nachbarschaftshilfe, kommunale Verantwortung oder innovative Vernetzungsmöglichkeiten – im Austauschforum können hauptamtlich und freiwillig Engagierte Herausforderungen besprechen und gemeinsam tragfähige Lösungen entwickeln.
Im Fokus steht der Austausch: voneinander lernen, Impulse geben und neue Verbindungen knüpfen. Eingeladen sind alle, die sich für Senioren- und Generationenhilfen, Ehrenamt und kommunale Verantwortung einsetzen.
Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt, um einen intensiven und produktiven Austausch zu ermöglichen. Die Veranstaltungen sind kostenfrei und finden digital statt.
Das Austauschforum widmet sich an jedem Termin einem bestimmten Thema, das von Referentinnen und Referenten in Form von Kurzimpulsen vorgestellt wird. Anschließend können Sie Fragen stellen, mit der Referentin oder dem Referenten diskutieren, eigene Erfahrungen teilen und sich mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern austauschen.
Für die Teilnahme brauchen Sie einen Laptop, ein Smartphone oder ein Tablet mit Kamera und Mikrofon. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie am Tag vor der Veranstaltung den Link zur Videokonferenz.
Themenfokus 2026: Nachbarschaftshilfen
2026 widmet sich das Austauschforum einem Jahresthema: Nachbarschaftshilfen. Warum haben wir dies in den Fokus gerückt? Zum einen gewinnen Nachbarschaftshilfen für Kommunen zunehmend an Bedeutung. Zum anderen ergab eine Evaluation unserer Veranstaltungen im vergangenen Jahr: Bei Vertreterinnen und Vertretern von Kommunen, Seniorenbeiräten, Vereinen der Senioren- und Generationenhilfe u. a. besteht der Wunsch nach vertiefenden Autausch- und Unterstützungsformaten zum Thema Nachbarschaftshilfen.
Nachbarschaftshilfen gewinnen im Zuge des demografischen Wandels, zunehmender Pflegebedarfe sowie wachsender sozialer Ungleichheiten erheblich an Bedeutung. Kommunen stehen vor der Herausforderung, Unterstützungsstrukturen im Alter zu sichern, ohne dass diese ausschließlich durch formelle Hilfesysteme wie Pflege, Sozialarbeit oder Gesundheitsversorgung aufgefangen werden können.
Nachbarschaftshilfen leisten hier einen zentralen Beitrag:
- Sie stärken informelle Unterstützungssysteme und ergänzen professionelle Angebote.
- Sie wirken präventiv, indem sie Einsamkeit, sozialer Isolation und Überforderung frühzeitig begegnen.
- Sie fördern Teilhabe, Selbstständigkeit und soziale Einbindung älterer Menschen.
- Sie tragen zur Entlastung pflegender Angehöriger bei, ohne pflegerische Aufgaben zu ersetzen.
- Sie sind ein wichtiger Baustein für lebendige Quartiere und den sozialen Zusammenhalt vor Ort.
Für Kommunen sind Nachbarschaftshilfen eine Herausforderung, die eng mit Themen wie Pflege, Gesundheit, sozialer Infrastruktur, Ehrenamt und Daseinsvorsorge verknüpft ist. Gleichzeitig besteht in der kommunalen Praxis ein hoher Bedarf an Orientierung, Austausch und rechtlicher sowie konzeptioneller Einordnung.
Themen und Termine 2026
Uhrzeit: 13:00-15:00 Uhr
Themenschwerpunkt: Mobilität, Entfernungen, informelle Netzwerke
Leitfragen sind:
- Welche Strukturen funktionieren im ländlichen Raum besonders gut?
- Wie kann Mobilität organisiert werden?
- Welche Rolle spielen Vereine und Kirchengemeinden?
Folgende Praxisimpulse stehen im Fokus:
- Mobilitätsangebote im ländlichen Raum für Senioren, z. B. Bürgerbusse, Mitfahrnetzwerke
- Dorfkümmerer-Ansätze
Referent*innen:
- Anne Jessen, Koordinierungsstelle Dorfkümmerer*innen-Netzwerk Schleswig Holstein
- Jenny Reissig, Vorsitzende Förderverein Ehra-Lessien, ein Dorf – ein Team e. V.
- Stefanie Kretzschmar, Dorfkümmerer in Thüringen, Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie, Referat 25 Familien- und Seniorenpolitik
- Uschi Morgenstern, Netzwerk l(i)ebenswertes Ellerstadt e. V.
Sie können sich online anmelden:
Uhrzeit: 13:00-15:00 Uhr
Das Austauschforum befasst sich mit Schnittstellen zwischen Nachbarschaftshilfe und Pflege.
Leitfragen sind:
- Wie kann Nachbarschaftshilfe pflegende Angehörige konkret entlasten?
- Welche Aufgaben sind realistisch und rechtssicher?
- Wie gelingt eine Zusammenarbeit mit Pflegediensten?
Folgende Praxisimpulse stehen im Fokus:
- Unterstützungsangebote im Alltag (Begleitung, Einkäufe, soziale Kontakte)
- Schulungen für Nachbarschaftshelfer*innen
Sie können sich online anmelden:
Uhrzeit: 13.00-15:00 Uhr
Thema ist die Begleitung älterer Menschen bei biografischen Umbrüchen (z. B. nach Krankenhausaufenthalten, Verlust des Partners, Wegfall der Mobilität).
Leitfragen sind:
- Welche Unterstützungsbedarfe entstehen in Übergangssituationen besonders häufig?
- Wie kann Nachbarschaftshilfe kurzfristig und unbürokratisch reagieren?
- Wo liegen Schnittstellen zu Pflege, Sozialdiensten und Ehrenamt?
Folgende Praxisimpulse stehen im Fokus:
- Übergangssituationen als ein Beziehungs- und Orientierungsproblem
- Präventionsnetze für Übergangssituationen
Sie können sich online anmelden:
Uhrzeit: 13:00-15:00 Uhr
Unter dem Aspekt “Soziale Beziehungen als Gesundheitsfaktor” widmet sich das Austauschforum folgenden Leitfragen:
- Wie kann Nachbarschaftshilfe Einsamkeit frühzeitig begegnen?
- Welche Rolle spielen regelmäßige Kontakte?
- Wie erkennen wir stille Rückzüge?
Diese Praxisimpulse stehen im Fokus:
- Besuchsdienste, Telefonketten, digitale Nachbarschaftsplattformen mit Begleitangeboten
- nachbarschaftliche Kontaktpatenschaften
Sie können sich online anmelden:
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