nachricht

2. Netzwerktreffen der „Kommunalen Gesundheitskoordination (GeKo) Hessen“

Kurzbericht zur Veranstaltung vom 02.11.2023

22. November 2023
Das Netzwerktreffen der „Kommunalen Gesundheitskoordination (GeKo) Hessen“ fand am 02. November 2023 im Hochschulzentrum Fulda Transfer in Fulda statt. Es widmete sich den Themen Zielgruppenerreichung, integrierter Netzwerkaufbau und Aufbau einer integrierten kommunalen Gesundheitsstrategie.
Holzfiguren verbunden mit weißen Strichen zu einem Netzwerk

Gesundheitskoordinator*innen sind in hessischen Kommunen mit komplexen Aufgaben betraut. Um sie in ihrer Arbeit zu begleiten und zu unterstützen, führt die HAGE Netzwerktreffen zu verschiedenen Themen durch. Das Netzwerk selbst entstand aus der Qualifizierungsreihe „Kommunale Gesundheitskoordination (GeKo) Hessen“. Sie wurde 2022 von der HAGE in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration initiiert und durchgeführt.

Zweites Netzwerktreffen am 02. November 2023

Personen sitzen an Tischen. Zszsanna Majzik referiert.

Die hessischen Gesundheitskoordinator*innen kamen bereits beim anfänglichen „Get together” in einen guten Austausch, der die gesamte Veranstaltung prägte. 

Die Referentin Zszsanna Majzik von der Matrix GmbH, Expertin im Bereich der partivipativen Prozessbegleitung, gab jeweils drei kurze Impulse zu den Themen Zielgruppenerreichung, integrierter Netzwerkaufbau und Aufbau einer integrierten kommunalen Gesundheitsstrategie. Im Anschluss an jeden Impuls lud sie die Teilnehmenden ein, sich zu den Themen und ihren Ideen auszutauschen. 

Deutlich wurde, dass die Arbeit der Gesundheitskoordinator*innen  in den Kommunen und Landkreisen sehr vielschichtig und auch sehr unterschiedlich ist - und der Austausch untereinander sehr wertvoll und gewinnbringend. 

Zsuzsanna Majzik
GeKo in Gruppenarbeit

Hintergrund zur kommunalen Gesundheitskoordination

Kommunale Gesundheitskoordination ist ein komplexer und systematischer Prozess, der auf der Verhältnis- und Verhaltensebene ansetzt. So sollen strukturelle Rahmenbedingungen gesundheitsförderlich gestaltet und die Gesundheitspotenziale und -ressourcen der Menschen vor Ort gestärkt werden, um die Gesundheitschancen von allen Bürger*innen zu verbessern. Gleichzeitig erfordert diese voraussetzungsvolle Aufgabe sowohl inhaltliches Wissen als auch Kompetenzen in vielen unterschiedlichen Bereichen, wie z. B. Netzwerkarbeit, Moderation, Durchführung von Bedarfs- und Stakeholderanalysen, Maßnahmenplanung, Qualitätsentwicklung, Stellen von Förderanträgen.

An diesem Knotenpunkt arbeiten in hessischen Kommunen sogenannte Gesundheitskoordinator*innen als „Kümmerer" bzw. „Kümmerin" mit komplexen Aufgaben. Viele von ihnen sind in der Kommune alleine für die kommunale Gesundheitsstrategie und für Gesundheitsförderung und Prävention verantwortlich. Aktuell gibt es in Hessen etwa 20 kommunale Gesundheitskoordinator*innen. Sie werden zum Teil über die „Richtlinie zur Förderung der gesundheitlichen Versorgung insbesondere in ländlichen Räumen" des Hessischen Ministeriums für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege (HMFG), zum Teil über das GKV-Bündnis für Gesundheit und zum Teil von den Kommunen selbst finanziert. Weitere entsprechende Stellen befinden sich in Planung bzw. in Ausschreibung.